Augenlaseroperation (Augenlaserchirurgie) ist ein Behandlungsverfahren, bei dem Brechungsfehler wie Myopie, Hyperopie und Astigmatismus durch eine lasergestützte Umformung der Hornhaut korrigiert werden. Ziel ist es, die Notwendigkeit für Brille und Kontaktlinsen zu verringern oder völlig zu beseitigen.
Schnelleinsicht
- Eingriffsdauer: Durchschnittlich 15-20 Minuten einschließlich Vorbereitung, beide Augen in einer Sitzung
- Anästhesie: Tropfenanästhesie, keine Injektionen und keine Vollnarkose erforderlich
- Altersgrenze: Ab 18 Jahren, bei Personen, deren Sehschärfe im letzten Jahr stabil ist
- Methoden: TransPRK (No Touch), PRK, LASEK, LASIK, iLASIK, SMILE, SMILE Pro, SILK
- Rückkehr zur Arbeit: Bei Lappenverfahren 1-2 Tage, bei Oberflächenverfahren 3-5 Tage
Was ist Augenlaseroperation (Augenlaserchirurgie)?
Die Augenlaseroperation, in der Bevölkerung als Augenlaserchirurgie bekannt, wird zur Korrektur von Brechungsfehlern wie Myopie, Hyperopie und Astigmatismus mit dem Laser nach einer individuellen Eignungsbewertung durchgeführt.
Die Hornhaut, die transparente Schicht auf der Vorderseite des Auges, bricht das Licht und fokussiert es auf die Netzhaut. Wenn die Krümmung der Hornhaut oder die Länge des Augapfels von den idealen Maßstäben abweicht, fällt das Bild vor oder hinter der Netzhaut; dieser Zustand manifestiert sich als verschwommenes Sehen. Die Laserbehandlung korrigiert diesen Fokussierungsfehler, indem Gewebe von der Hornhaut auf Mikronebene entfernt wird.
In der Vergangenheit war eine Brille die einzige Option für Menschen mit Sehfehlern. Danach wurden Kontaktlinsen verbreitert; allerdings das tägliche Aufsetzen und Abnehmen der Linsen, die erforderliche Hygiene und die Risiken von Trockenheit, Reizung oder Infektionen bei längerer Verwendung führten zu verschiedenen Schwierigkeiten. In den letzten 20-25 Jahren haben die Entwicklungen in der Lasertechnologie die refraktive Chirurgie viel individualisierter und kontrollierbarer gemacht.
Welche Sehfehler werden korrigiert?
| Brechungsfehler | Definition | Laserbehandlungsbereich |
|---|---|---|
| Myopie | Unfähigkeit, in die Ferne scharf zu sehen | Normalerweise bis zu -10 Dioptrien |
| Hyperopie | Unfähigkeit, in der Nähe und in hohem Maße auch in der Ferne scharf zu sehen | Normalerweise bis zu +5 Dioptrien |
| Astigmatismus | Verschwommenes Sehen aufgrund unregelmäßiger Hornhautkrümmung | Normalerweise bis zu 5-6 Dioptrien |
| Presbyopie | Alterungsbedingte Nahsehverlust | Nicht direkt mit Laser, sondern mit Monovision- oder Linsenbehandlungen |
Die Grenzwerte variieren je nach Methode, Hornhautdicke und allgemeiner Augenstruktur; die oben genannten Bereiche sind keine verbindlichen Regeln, sondern ein allgemeiner Rahmen.
Für wen ist es geeignet und für wen nicht?
Geeignete Kandidaten
- Mindestens 18 Jahre alt sein, die Augenentwicklung ist abgeschlossen
- Die Sehstärke ist seit mindestens 1 Jahr stabil
- Ausreichende Hornhautdicke (normalerweise 480-500 Mikron und darüber)
- Regelmäßige Hornhauttopografie, kein Verdacht auf Keratokonus
- Realistische Erwartungen haben
Ungeeignete Situationen
- Fortgeschrittener Keratokonus oder ausgeprägte Hornhautverdünnung
- Sehstärke, die bei jungen Patienten noch zunimmt
- Schwangerschaft und Stillzeit (hormonelle Veränderungen können die Sehstärke beeinflussen)
- Unkontrollierter Diabetes, rheumatologische oder Autoimmunerkrankungen
- Fortgeschrittenes Trockenes Auge, Katarakt oder aktive Netzhauterkrankung
Welche Tests werden vor der Operation durchgeführt?
Die Eignungsbewertung ist die kritischste Phase der Behandlung. Die richtige Methode kann nur nach detaillierten Messungen bestimmt werden.
- Refraktionsmessung: Mit und ohne Tropfen zur Bestimmung der Sehstärke
- Hornhauttopografie: Kartierung der Hornhaut, Erkennung von Unregelmäßigkeiten
- Pachymetrie: Messung der Hornhautdicke auf Mikronebene
- Augeninnendruck: Bewertung hinsichtlich Glaukom
- Tränenflüssigkeitstests: Bestimmung des Trockenaugen-Grades
- Pupillendurchmesser-Messung: Besonders wichtig für die Nachtseh-Qualität
- Netzhautuntersuchung: Kontrolle der Netzhaut mit erweiterter Pupille
Was sind die Augenlaser-Methoden?
Refraktive Lasermethoden werden grundsätzlich in drei Hauptgruppen eingeteilt: Oberflächenablation, Lappenverfahren und Lentikel-Extraktionstechniken.
1. Oberflächenablations-Methoden
PRK (Photorefraktive Keratektomie): Die äußerste Schicht der Hornhaut, das Epithel, wird entfernt und Excimer-Laser wird auf das darunter liegende Gewebe angewendet. Da kein Lappen geöffnet wird, bleibt die biomechanische Widerstandsfähigkeit der Hornhaut erhalten; andererseits kann die Heilungsphase länger dauern, da die Reepithelisierung einige Tage dauert.
LASEK: Anstatt das Epithel vollständig zu entfernen, wird es mit verdünntem Alkohol gelockert und zur Seite geklappt, nach dem Laser wird es wieder eingesetzt. Dies wird als eine Technik zwischen PRK und LASIK angesehen und wird üblicherweise bei Patienten mit dünner Hornhaut bevorzugt.
TransPRK (No-Touch Laser)
Dies ist die modernste Oberflächenablationsmethode, bei der das Epithel auch mit Laser, in einem einzigen Schritt und ohne jeglichen Kontakt des Auges mit einem Gerät entfernt wird. Es werden keine Skalpelle, Saugnäpfe oder Spatel verwendet; das Verfahren ist völlig kontaktlos. Diese Eigenschaft reduziert das Infektions- und mechanisches Traumarisiko. Die Laseranwendung dauert normalerweise weniger als eine Minute.
Fortgeschrittene Softwaretechnologien wie SmartPulse sorgen dafür, dass die Hornhautyoberfläche glatter bleibt und erhöhen so den Heilungskomfort. Dies ist eine bevorzugte Wahl für Menschen mit dünner Hornhaut, bei denen beruflich oder sportlich ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.
2. Lappenverfahren
LASIK: Dies ist ein seit langem angewendetes klassisches Verfahren. Mit einem Mikrokerat wird ein dünner Hornhautdeckel (Lappen) erzeugt, der Lappen wird angehoben und Excimer-Laser wird auf das darunter liegende Gewebe angewendet, dann wird der Lappen wieder eingesetzt. Der größte Vorteil ist die sehr schnelle Heilung; das Sehen verbessert sich normalerweise innerhalb von 24 Stunden deutlich und es gibt fast keine Schmerzen.
iLASIK / Femto-LASIK (Messerlose LASIK): Der Lappen wird nicht mit einem mechanischen Messer, sondern mit einem Femtosekunden-Laser unter Computersteuerung erzeugt. Durch die Wavefront-Technologie und die mit der Hornhauteinzelvermessung erstellte individuelle Korrekturplanung können nicht nur die Sehstärke, sondern auch feine optische Fehler des Auges in den Behandlungsplan einbezogen werden. Diese Methode wird auch bei der Vorbereitung von Kanälen für Hornhautringe bei der Keratokonusbehandlung verwendet.
3. Lentikel-Extraktionsmethoden
SMILE (Small Incision Lenticule Extraction): Dies ist ein lappenfreies und minimal invasives Verfahren. Der Femtosekunden-Laser erzeugt innerhalb der Hornhaut ein dünnes Gewebestück, das sogenannte Lentikel; dieses Lentikel wird durch einen winzigen Einschnitt von etwa 2-4 Millimetern entfernt. Da kein großer Lappen geöffnet wird, bleibt die natürliche Integrität der Hornhaut und ihre Nervenstruktur weitgehend erhalten.
- Lappenfreies und messerfreies Verfahren erhält die Hornhaut-Biomechanik
- Da Hornhautnerven erhalten bleiben, ist das Risiko für Trockenes Auge niedriger
- Es gibt keine lappenabhängigen Komplikationen wie Verschiebung oder Faltenbildung
- Für Menschen, die Kontaktsport treiben oder einen aktiven Lebensstil führen, eine komfortable Option
SMILE Pro: Dies ist die neuere, automatisiert erweiterte Version des Verfahrens. Die Laser-Anwendungszeit wurde auf Sekundenlevel verkürzt; Augenzentrierting und Rotationskompensation sind automatisiert.
SILK: Dies ist eine weitere aktuelle Methode, die nach dem Lentikel-Extraktionsprinzip funktioniert. Mit einer anderen Lentikelgeometrie und einer Software, die auf sanftere Gewebetrennung abzielt, wird eine schnelle Sehschärfeverbesserung in der frühen Phase angestrebt. Sie wird bei der Behandlung von Myopie und Astigmatismus verwendet.
Vergleich der Methoden
| Methode | Lappen | Kontakt | Behandlungsbereich | Heilung | Besonderes Merkmal |
|---|---|---|---|---|---|
| TransPRK / No Touch | Nein | Nein | Myopie, Hyperopie, Astigmatismus | 3-5 Tage | Völlig kontaktlos, für dünne Hornhaut geeignet |
| PRK / LASEK | Nein | Ja | Myopie, Hyperopie, Astigmatismus | 3-7 Tage | Klassische Alternative für dünne Hornhaut |
| LASIK | Ja | Ja | Myopie, Hyperopie, Astigmatismus | 24-48 Stunden | Schnellste Sehverbesserung |
| iLASIK / Femto-LASIK | Ja (Laser) | Ja | Myopie, Hyperopie, Astigmatismus | 24-48 Stunden | Messerloser Lappen, individuelle Abbildung |
| SMILE / SMILE Pro | Nein | Ja | Myopie und Astigmatismus | 1-3 Tage | Kleiner Einschnitt, niedriges Trockenaugrisiko |
| SILK | Nein | Ja | Myopie und Astigmatismus | 1-2 Tage | Neue Lentikeltechnik |
Welche Augenlaser-Methode ist die beste?
Die beste Methode ist nicht die neueste, sondern die für die Augenstruktur des Patienten am besten geeignete Methode.
Bestimmende Faktoren bei der Methodenwahl sind:
- Hornhautdicke und regelmäßige Topografie
- Grad und Art der Sehstärke
- Trockenes-Auge-Grad und Tränenflüssigkeitsqualität
- Pupillendurchmesser und Nachtseh-Anforderungen
- Beruf und Lebensstil (Kontaktsportarten, Militärdienst, Pilotentätigkeit und andere Bereiche mit erhöhtem Verletzungsrisiko)
Beispielsweise wird bei einer Person mit dünner Hornhaut eine Oberflächenablation statt eines Lappenverfahrens bevorzugt; bei einer Person mit ausreichender Hornhautdicke, die schnell zur Arbeit zurückkehren muss, können Lappenverfahren im Vordergrund stehen. Für jemanden, der Kontaktsportarten betreibt, sind lappenfreie Techniken eine sicherere Wahl.
Ist Augenlaseroperation sicher?
Die refraktive Laserchirurgie ist ein seit Jahrzehnten weltweit angewendetes Verfahren mit umfangreicher wissenschaftlicher Literatur. Bei ordnungsgemäßer Patientenauswahl sind die Patientenzufriedenheitsraten sehr hoch und schwerwiegende Komplikationen sind selten. Allerdings kein chirurgisches Verfahren ist völlig risikofrei.
Häufig auftretende vorübergehende Nebenwirkungen
- Trockenheit der Augen, Kratzen und Fremdkörpergefühl in den ersten Tagen
- Vorübergehende verschwommene oder wellenförmige Sicht
- Lichtempfindlichkeit und Tränenfluss
- Halo- und Glare-Wahrnehmung um Lichtquellen nachts
Seltenere Zustände
- Unvollständige Sehstärkekorrektur oder zeitliche Teilrückbildung
- Vorübergehende Hornhauttrübung nach Oberflächenablation (Haze)
- Lappenabhängige Probleme bei Lappenverfahren
- Infektion (sehr selten; das Risiko wird durch Adhärenz an Tropfenbehandlung weiter reduziert)
Wichtig: Die meisten dieser Risiken können durch detaillierte Vor-OP-Bewertung und volle Adhärenz an die postoperative Tropfenbehandlung vermieden werden.
Wie wird Augenlaseroperation durchgeführt?
Obwohl die Details je nach Methode unterschiedlich sind, ist der allgemeine Ablauf wie folgt:
- Der Patient wird
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